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Geländertragende Bolzentreppen Gemauerte Treppe

Geländertragende Treppen

Geländertragende Treppen, handlauftragende Treppen, Bucher- Treppe, fälschlich auch Hängetreppen; bei geländertragenden Treppen sind auf der Lichtseite die Stufen untereinander und über Geländerstäbe mit dem (mit-) tragenden Handlauf verbunden, auf der Wandseite über Stahlbolzen direkt in der Wand oder in Wangen gummigelagert. Geländertragende Treppen mit wandseitiger Gummilagerung hat ab 1964 der Schreinermeister Adolf Bucher als erster entwickelt, bzw. ab 1975 in Zusammenarbeit mit der Treppenmeister-Partnergemeinschaft. Als moderne Treppe muss diese Konstruktion durch eine Europäische Technische Zulassung baurechtlich nachgewiesen werden. Der Begriff geländertragende Treppen entstand, als die gewerblichen Schutzrechte für die Bucher- Treppe ab 1984 endeten, und andere Firmen begannen, diese Konstruktionen nachzubauen, und dafür (teilweise) ebenfalls die Standsicherheit nachzuweisen. Eine wesentliche Eigenart der geländertragenden Treppe sind die stabilen Geländerausführungen, welche die Horizontalkräfte aufnehmen, insbesondere aber im Zusammenwirken mit den Stufenverschraubungen und den Geländerstäben auch die auf die Treppe einwirkenden Nutzlasten und Eigengewichte. Die Sicherheit dieses Tragsystems ist besonders hoch, siehe auch geländertragende Bolzentreppe, ein Kommentar. Das Mauerwerk entlang der Stufen muss die wandseitig auftretenden Lasten übernehmen können, wobei die Gummilager eine äußerst wirksame Schallentkopplung ausüben, je nach Art der eingesetzten Lager. Viele Grundrissvarianten sind möglich, von geradläufigen Treppen über viertel- und halbgewendelte Grundrisse bis zu Bogentreppen und polygonalförmigen Verziehungen. Geländertragende Treppen werden überwiegend aus Hartholz gefertigt, oft in Kombination mit Stahlstäben oder mit Geländer- Füllelementen aus Glas. Siehe auch Bucher-Treppe, Europäische Technische Zulassung, Holztreppen