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DIN 24531-1:2006-04 Roste als Stufen – Teil 1 DIN 68365

DIN 4109

DIN 4109:1989-11 Schallschutz im Hochbau, Schallschutz-Norm; in der DIN 4109, Ausgabe 1989, findet man für Treppen lediglich Trittschall- Mindestanforderungen zur Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen („unzumutbarer Belästigungen“) der Bevölkerung; ein Normenentwurf von 2009 wurde zurückgezogen. Die DIN 4109 ist aufgrund der technischen Komplexität des Schallschutzes und des Umfanges der Norm in mehrere Teile gegliedert. Der Hauptteil regelt die Anforderungen an die Luft- und Trittschalldämmung und an die zulässigen Schalldruckpegeln von Geräuschen, sowie die Nachweise des Schallschutzes. Im Beiblatt 1 werden Ausführungsbeispiele (darunter auch von Massivtreppen aus Beton, jedoch nicht von leichten Montagetreppen) und die Rechenverfahren angegeben. Das Beiblatt 2 gibt Hinweise für Planung und Ausführung, macht Vorschläge für einen erhöhten Schallschutz und gibt Empfehlungen für den Schallschutz im eigenen Wohn- und Arbeitbereich. Die DIN 4109 besagt unter dem Abschnitt „Anforderungsbereich und Zweck“:  „…aufgrund der festgelegten Anforderungen, kann nicht erwartet werden, dass Geräusche von außen oder aus benachbarten Räumen nicht mehr wahrgenommen werden. Daraus ergibt sich insbesondere die Notwendigkeit gegenseitiger Rücksichtnahme durch Vermeidung unnötigen Lärms. Die Anforderungen setzen voraus, dass in benachbarten Räumen keine ungewöhnlich starken Geräusche verursacht werden...“. Die Norm will also nur unzumutbare Belästigungen vermeiden, orientiert sich nicht am Ruhebedürfnis der Bewohner, enthält keine Angaben zu einem ausreichenden Schallschutz bei üblichen Komfortansprüchen, sondern nur zu einem sogenannten Mindestschallschutz. Die DIN 4109 erlaubt für den Trittschall von Treppen zwischen Reihenhäusern und Doppelhäusern sowie gegenüber benachbarten Wohnungen von Mehrfamilienhäusern einen Normtrittschallpegel bis zu L´n,w = 53 dB. Zum Vergleich: In Österreich gilt dafür höchstens 43 dB gemäß ÖNORM B 8115, was – vereinfacht beurteilt - weniger als die Hälfte des gefühlten Lärms bedeutet (siehe Trittschallpegel und Schallschutz).Es ist daher für Bauherren und die Bauwirtschaft wichtig zu wissen, dass aufgrund von gerichtlich ausgetragenen Streitigkeiten  das Deutsche Höchstgericht (BGH) seit 1998 schon mehrfach zur DIN 4109 klären musste, dass sie „…bezüglich des Trittschallschutzes nicht die anerkannten Regeln der Technik wiedergibt (also den üblichen Standard), sondern lediglich Mindestanforderungen zur Vermeidung unzumutbarer Belästigungen. Ein Bauherr dürfe trotz Vorhandensein einer DIN-Norm erwarten, dass der Unternehmer diejenige Bauweise wählt, die den besseren Schallschutz erbringt, wenn sie ohne nennenswerten Mehraufwand möglich ist…“. (Neueste Urteile vom 14. 06. 2007 - VII ZR 45/06, Schallschutz,  DEGA- Empfehlung 103 und Anerkannte Regel der Technik, sowie auf http://de.wikipedia.org/wiki/DEGA-Empfehlung_103